Goldendoodle Mini: Coopi

Sucht man im Internet nach der Rasse Goldendoodle , trifft man auf diese Beschreibung: “Der Goldendoodle, eine Mischung aus Golden Retriever und Pudel, ist bekannt für sein freundliches und aufgewecktes Wesen.

Diese charmante Designerhunderasse kombiniert die herzliche und geduldige Natur des Golden Retrievers mit der Klugheit und den allergikerfreundlichen Eigenschaften des Pudels. Als Familienhunde sind Goldendoodles äußerst beliebt, da sie sich sowohl in städtischen als auch in ländlichen Umgebungen wohlfühlen. Ihre schnelle Auffassungsgabe und Flexibilität machen sie zu perfekten Begleitern, auch für Menschen, die zum ersten Mal einen Hund besitzen.”
Co-Autor: Jennifer Glauflügel

Coopi, mein Goldendoodle Mini lebt seit etwas über einem Jahr bei mir und so kann ich sagen, einiges der Beschreibung trifft zu, anderes in meinen Augen jedoch nicht.

So treffen die Worte: freundlich und aufgeweckt definitiv zu. Auch die schnelle Auffassungsgabe kann ich durchaus bestätigen. Allerdings würde mir geduldig nicht als erstes in den Sinn kommen wenn ich an meine Fellnase denke. Er kann zwar, wenn ich ihn mit zur Therapie oder mit ins Café nehme geduldig warten und sich auch entspannt ablegen, jedoch zeigt sich besonders im Training wenn es ihm nicht schnell genug weiter geht, gerne auch Ungeduld und Frust in Form von Bellen und Übersprungshandlungen. Natürlich ist das auch Traingssache, ich will nur sagen, Geduld gehört in meinen Augen nicht zu den Grundeigenschaften. Ebenso wenig finde ich, dass man allgemein sagen kann, es sei eine Rasse für Anfänger/Ersthundebesitzer. Denn Coopi möchte schon sehr gefordert werden und ist auch ein kleiner Sturkopf. Den oft nachgesagten “will to please” sehe ich da eher weniger bei ihm.

Dafür liebe ich auch seine wilde und lustige Art, er ist ein kleiner Clown und auch gerne mal ein Tollpatsch. Er bringt nicht nur mich damit zum Lachen, sondern sehr häufig auch unser Umfeld. Gegenüber anderen Menschen und Hunden ist er unglaublich offen und freundlich, jedoch auch sehr sehr überschwänglich.

Er ist übrigens auch ein echter Drecksspatz. Das bringt mich zum Punkt Fellpflege und -Struktur:

  1. Sowohl Fellfarbe als auch die Struktur wandeln sich häufig in den ersten 2 Jahren.
  2. Nicht haaren hat nicht nur Vorteile, denn dafür ist die Fellpflege recht intensiv. Regelmäßiges Bürsten und Scheren sind unerlässlich um Verfilzen zu vermeiden. Hinzu kommt noch der Dreck fällt auch nicht so leicht ab und so ist es häufig nötig Coopi zu duschen oder die Pfoten abzubrausen.

Bei Coopi ist es so, dass seine anfangs schwarze Nase und sehr dunklen Augen deutlich heller geworden sind und nun braun sind. Sein Fell war anfangs recht glatt und eher “wavy” , jetzt ist es sehr lockig und heller als am Anfang. Wobei gleichzeitig immer mehr rötliche Haare dazu kommen. Es wandelt sich also immernoch.

Was ich an Coopi liebe, ist dass er sehr flexibel und anpassungsfähig ist. Ich kann ihn gut überall mit hinnehmen, neue Orte mit ihm erkunden, mit dem Dachzelt reisen und das tolle ist er hat ebenso viel Freude daran.  Bei Babys und kleinen Kindern ist er sehr vorsichtig, bei älteren Leuten sehr ruhig und sonst eher ein Kleiner Wirbelwind und Clown.
Er liebt und braucht sowohl geistige Auslastung als auch körperliche. Vom Pudel abstammend hat er einen recht stark ausgeprägten Jagdtrieb. Obwohl dies für die Eignung als Assistenzhund eher hinderlich ist, haben wir die Eignungsprüfung mit 96% bestanden. Denn wichtig ist, dass es gut möglich ist den Jagdtrieb umzulenken. Wer einen klugen und einfühlsamen Begleiter sucht und gerne Sport oder ausgedehnte Spaziergänge macht, kann den Goldendoodle sicherlich in die engere Auswahl nehmen. Coopi hat von Anfang an mein Stresslevel angezeigt und meine Stimmung wahrgenommen. Bei Stress umarmt er mich zum Beispiel. Wobei er auch oft bellt und unruhig wird , was wir aber im Training nutzen und umlenken können, indem ich ihm ein alternatives Anzeigeverhalten beibringe.

Coopi ist übrigens nach anfänglicher Skepsis zu einer echten Wasserratte geworden und ein guter Schwimmer. So sind auch Aktivitäten wie SUP fahren und gemeinsam schwimmen gehen möglich, was ich total schön finde und auch sehr praktisch im Sommer um Coopi die nötige Abkühlung unterwegs ganz einfach zu ermöglichen. Denn durch sein dickes Fell ist ihm bei wärmeren Temperaturen schnell heiß.

Coopi genießt die menschliche Nähe, sucht sich jedoch auch ebenso gerne mal einen ungestörten kühleren Platz.

Im Umgang mit anderen Hunden ist er super verträglich, allerdings auch sehr überschwänglich vor Freude.

Alles in allem ein sehr lebhafter, kontaktfreudiger, offener und freundlicher Hund mein kleiner Schatz und nicht nur ein toller Alltagsbegleiter, sondern ebenso ein wunderbar entspannter und neugieriger Reisebegleiter.

 @coopi_ontour

Wer mehr über Coopi erfahren möchte, kann auf seinem Instagram-Profil vorbeischauen und ihr folgen.

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