Samojede: Nala

Der Samojede muss seine wilde Seele an seinen Menschen binden, sonst verkümmert er.

Als Urtyp agiert er unabhängig, trifft gerne Entscheidungen, da er früher auf der Jagd, beim Bewachen & Beschützen eine wichtige Aufgabe hatte und diese eigenständig und gerne übernommen hat.

Auch heutzutage muss man mit diesen Hunden arbeiten – als Team – nicht von oben herab „beherrschen“ wollen. Wenn man hier den „Alpha“ spielen will, hat man schlechte Karten. Sie sicherten einst das (Über)Leben ihrer Menschenfamilie in der harten sibirischen Umgebung.

Weitestgehend unverändert, stecken eben diese Aufgaben noch immer in ihren Genen.

Die sibirischen Stämme hatten ein besonders Verständnis für ihre Tiere, dies resultierte in Loyalität und Bindung der Rasse an ihre Menschen. Die Hunde schliefen mit in den Betten, wärmten Kinder, Kranke und die Stammesältesten. Kindermädchen, waren die Menschen alleine auf Jagd, Bettflasche, fielen die Temperaturen plötzlich ab, mutiger Gefährte, in jeder Situation.

Keiner hätte auch nur daran gedacht je seinen Hund zu misshandeln! Sie waren verehrte Familienmitglieder, komplettes Vertrauen herrschte auf beiden Seiten – kein Dominanzkampf. Trainiert wurde mit Verständnis  und Liebe. Sie respektierten den starken Willen und den wilden Geist ihrer Gefährten, sahen sich jedoch nicht als deren Besitzer.

Die enge Gemeinschaft hat heute zur Folge, dass ein Samojede nicht gerne allein bleibt.

 

Ursprünglich waren sie immer mit ihren Menschen unterwegs, heute gibt es Termine und Situation, in denen sie uns nicht begleiten können. Werden sie (untrainiert) oft oder zu lange alleine gelassen oder ihre Intelligenz missachtet, können sie zu lauten Zerstörern und sogenannten „Problemhunden“ werden.Achtet man ihren Charakter, lässt sich auf ihn ein, hat man einen ganz besonderen Begleiter – aber dennoch keinen „People Pleaser.“

Sie sind weder scheu noch aggressiv, können ihre Familie notfalls effektiv verteidigen – Berichten zufolge, stellen sie sich sogar Eisbären im Kampf.
Auf langen Strecken haben sie eine unglaubliche Schmerztoleranz entwickelt und auch wenn sie nicht so schnell wie Huskies sind, ihre Ausdauer und Power in einem mittelgroßen Körper ist unglaublich.
Es verwundert also nicht, dass ein Samo nicht einsam angebunden, vernachlassigt oder unterdrückt werden darf. Sie sind geboren, um so frei wie moglich zu sein und mit ihrer Familie nicht nur zu leben, sonder ZU ERLEBEN.

Ignoriert man nicht nur die zum Streicheln auffordernde Nase unterm Arm, sondern auch den Wunsch mittendrin, statt nur dabei zu sein, bricht dieser Hund. Dabeisein und Harmonie sind wichtig für diesen einfühlsamen Vierbeiner. Größtmögliche Freiheit bei gleichzeitiger enger Bindung stehen nicht im Gegensatz, sondern ist Programm.

Im übrigen wurden die ursprünglichen Farben wie schwarz, braune oder creme weggezüchtet, so dass nun das schneeweiße Fell als Rassestandard gilt. Legendär ist auch das „Lächeln“ der Samos. Der leicht nach oben  verlaufende Lefzenwinkel schützt vorm Einfrieren der Lefzen; zusammen mit dem „Kajal“ um die braunen Augen entsteht der niedliche Gesichtsausdruck – von dem man sich nicht täuschen lassen sollte! 

Heute gibt es unterschiedliche Zuchtlinien.

Hauptsächlich durchgesetzt haben sich der Typ „Bär“ – mit enger stehenden Augen, runderer Schnauze und Ohren; sowie der Typ „Wolf“ – spitzere Schnauze und Ohren, längeres Fell am Rückenkamm, schmaler vom Körperbau.
Der kleinere, hochbeinige und schlanke Typ „Fuchs“ hat sich nicht durchgesetzt.
Ein Samo ist nicht für jeden. Wer nur auf Kuscheln aus ist liegt hier falsch! Der Samojede braucht eine strenge und faire Führung, körperliche und geistige Auslastung und das Gefühl, eine Aufgabe zu haben.
Nur wenn man den treusten Freund, den man je haben wird kennt, werden beide glücklich und verschmelzen zum Team.

@leben.mit.nala

Wer mehr über Nala erfahren möchte, kann auf ihrem Instagram-Profil vorbeischauen und ihr folgen.

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